MGV in neuen Probenräumen (10.11.2019)

Bereits 2017 erwarb die Gemeinde das ehemalige Gebäude der Volksbank Neckartal samt Grundstück in der Bargener Ortsmitte. Der Erwerb war besonders im Fokus gestanden, weil über das Grundstück eine Teilstrecke des sogenannten "schwarzen Weges" zwischen der Hauptstraße und der Schulstraße, einer wichtigen innerörtlichen fußläufigen Verbindung, führt. Rund ein Jahr später war man sich dann mit dem Männergesangverein und weiteren Vereinen einig, das Gebäude für die Vereinsarbeit zur Verfügung zu stellen. In der Sitzung vom 12. November 2018 bedankte sich Steffen Emmerich für den MGV Bargen aber auch die anderen Vereine, welche das Gebäude künftig nutzen, dafür in der öffentlichen Gemeinderatssitzung beim Bürgermeister und Gemeinderat. Fast auf den Tag genau ein Jahr später lud der Verein nun am vergangenen Sonntag zum Tag der offenen Tür in das inzwischen in Eigenleistung umgestaltete Gebäude ein. Bereits im Juni 2017 wurden die Vereine zu einer Besichtigung eingeladen um Konzepte für die Nutzung des Gebäudes zu entwickeln, leitete Steffen Emmerich seine Laudatio zur Einweihung ein. Die Freiwillige Feuerwehr, der SV Fortuna Bargen, die Wollenbachmusen, der Bürgerverein und der MGV brachten ihre Vorschläge ein. Für den MGV war insbesondere die Probensituation im alten Rathaus schwierig, da damals zahlreiche Neusänger zum Verein stießen. Der Probenraum platze aus allen Nähten. Man befand sich zwischen "Sauerstoffmangel und Erkältungserscheinungen wegen Zugluft" umschrieb der Vereinsvorsitzende die Situation. Nachdem das Konzept vom Gemeinderat gut geheißen wurde und die mietvertraglichen Modalitäten geklärt waren, brauchte es lediglich 9 Monate schweißtreibender Stunden, bis die Sanierung jetzt abgeschlossen werden konnte "und das Kind geboren war". Rund 1.000 Helferstunden wurden geleistet um den Probenraum, die Sanitäranlagen, die Küche, einen Nebenraum sowie die Lagerstätten im ehemaligen Lagerhausbereich herzurichten. Jeweils mit umfangreicher Unterstützung durch weitere Vereinsmitglieder zeichneten Karl-Friedrich Eyermann für die Elektrik, Hans Stadler und Lukas Hössl für die Sanitärarbeiten, Armin Hönig für die Fliesenarbeiten, Dominik Arndt für die Streich- und Verputzarbeiten, Alfred Arndt für Die Decken, die Küche und die Abtrennungen im Lagerraum, Wolfram Pitz für die Zimmerer- und Bodenverlegearbeiten, verantwortlich. Ein "Sonderlob" gab es für Bernhard Stoll, Horst Kuhn und Rainer Schmitt, die immer Hand angelegt haben, wenn es eng wurde. Für diverse Sonderaufgaben wurde Julian Emmerich eingespannt. Rund 5 Tonnen an Material wurden erst aus und dann wieder eingebaut. Ein weiterer Dank galt dem Bürgermeister und den Beschäftigten der Gemeindeverwaltung für die stets unkomplizierte Zusammenarbeit während der Umbauphase. Ebenso bedankte sich Emmerich bei den anderen Vereinsvorsitzenden Thomas Hönig, Thomas Jäger, Wolfgang Strauß und Harald Kunze sowie zahlreichen Spendern für die Unterstützung. Mit dem Satz von Friedrich Wilhelm Raiffeisen "Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele..." schloss Emmerich seine Ausführungen und lud die zahlreichen Gäste zu einem Umtrunk mit Imbiss ein. Bürgermeister Wolfgang Jürriens zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Sänger und dem tollen Ambiente, in dem die Räumlichkeiten heute erstrahlen. Nach dem ersten Schock, als er von der Schließung der Volksbankfiliale in Bargen hörte, machte sich bei ihm schnell Hoffnung breit, dass es für das Gebäude und das dazugehörige Grundstück eine gute Lösung geben wird. Dies wurde nun in vollem Umfang bestätigt, freute sich das Gemeindeoberhaupt. Umrahmt wurden die Reden von Beiträgen der Sänger unter Leitung von Dirigent Friedemann Buhl mit "weit weit weg", "es lebe die Freundschaft" bis zu "ein Freund, ein guter Freund". Dabei zeigte sich auch, dass die Akustik des neuen Probenraums perfekt gelungen ist.

 

150 jähriges Jubiläum des Gemischten Chores "Frohsinn" Flinsbach am 28.09.2019

Seinem Namen machte der Gemischte Chor "Frohsinn Flinsbach" anlässlich seines 150jährigen Bestehens alle Ehre. In der vollbesetzten Flinsbacher Mehrzweckhalle verzauberte der kleine Verein mit einem fulminanten Programm seine Gäste. Nach der Begrüßung durch Irmtraud Häfele stimmte Konstanze Padberg auf das Liederpotpourri des Flinsbacher Traditionsvereins ein. Teilweise mit Unterstützung von Solistin Didi Leinberger trugen die Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Elisabeth Klemm die Stücke "Wo Musiik sich frei entfaltet", "Sing, sing sing", "Musik erfüllt das Leben", "Danke für die Lieder", "Für alle" und "Singen" vor. Bürgermeister Wolfgang Jürriens entführte die Besucher auf eine kleine Zeitreise von der ersten urkundlichen Nennung Flinsbachs bis in die Neuzeit. Besonders ging er dabei natürlich auf die Vereinsgeschichte des Gemischten Chores ein, der ursprünglich 1869 von 15 Sängern als Männerchor gegründet wurde. 1907 öffnete sich der Verein dann für beide Geschlechter und wurde zum Gemischten Chor. Bereits 1970 wurde dem Verein die Zelter Plakette für langjährige besondere Verdienste um die Chormusik verliehen. Im Namen der Kirchengemeinde stimmte Pfarrerin Susanne Zollinger in den Gratulationschor ein und überbrachte die besten Wünsche. Sie bedankte sich besonders für das Engagement des Vereins bei Freud und Leid. Der noch amtierende Ortsvorsteher Klaus Vierling und die künftige Ortsvorsteherin Anke Vierling sprachen dem Jubiläumsverein ihren Dank im Namen der Bürgerschaft des Kraichgaudorfes aus. Als Botschafter haben sie den Namen Flinsbach weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt gemacht. Der Obmann des Flinsbacher Posaunenchores Reiner Leinberger überbrachte die Grüße und Wünsche der örtlichen Vereine und fasste mit dem Zitat "Gesang verschönt das Leben" die Bereicherung für die Ortschaft zusammen. Man spürt, dass hier mit "Herz und Leidenschaft" die Chormusik gepflegt wird, stellt Michael Mireisz, Vorsitzender des Chorverbandes Elsenzgau fest und überbrachte dem Jubiläumsverein Urkunde und Ehrung des Badischen und Deutschen Chorverbandes. Weitere Details der Chorgeschichte und Anekdoten aus 150 Jahren stellte Walter Zuck dem Publikum vor. Mit einem Blick auf die Gegenwart und in die Zukunft warb Chorleiterin Elisabeth Klemm dafür, das Singen im Verein mitzugestalten. Über neue Mitglieder freut sich der Verein zu jeder Zeit, stellte sie fest. Nach den Ehrungen für langjährige aktive Mitgliedschaft und besondere Verdienste für Margot Wotschka, Gaby Semmler, Elisabeth Klemm, und Artur Mattern, setzte die Helmstadter Gesangsformation QuerBeat den vom Gemischten Chor begonnenen Liederreigen mit "Standing in the need of prayer", "La Bamba", "Aya ngena" und "Ein Jäger längs dem Weiher ging" unter Leitung von Julia Ernst fort. Mit "Sing ein Lied" und " Adiemus " folgte der Frauenchor "Eintracht" Helmhof unter Leitung von Tatjana Sujakova. Unter der gleichen Leitung begeisterten "Fresh un Nett" aus Helmhof mit den drei ABBA-Songs "Mama Mia", Dancing Queen" und "Waterloo" das Publikum. Den Sangesreigen schloss der Männergesangverein Eintracht Bargen mit "Wie schön blüht uns der Maien", Quantanamera", "Das Tal in den Bergen" und "ein Freund, ein guter Freund" unter Leitung von Friedemann Buhl. Mit den Stücken "Treiberlied", "Hubertusmarsch" und "Jägermarsch Nr. 3" überbrachte die Jagdhornbläsergruppe Flinsbach unter Leitung von Walter Zota und verstärkt durch Bläserinnen und Bläser aus dem Jägersprengel Neckar-Odenwald ihre Geburtstagswünsche. Humorig und etwas anders brachte Gerd Schweickert die Halle mit seinem Melodien-Medley zum Lachen und leitete zum gemeinsamen Schlusslied "Ode an die Freude" über, das von allen Besuchern gesungen wurde. Mit dem Dank an die zahlreichen Gäste, die Interpreten und die vielen helfenden Hände schloss Irmtraud Häfele den Abend und freute sich auf weitere ausgelassene Stunden in der Flinsbacher Halle.