Aus der Gemeinderatsssitzung vom 21.01.2019

Er ist eines der wichtigsten Papiere für die Arbeit in der Gemeindeverwaltung. Gemeint ist der Haushaltsplan, den der Gemeinderat vergangenen Montag für das Jahr 2019 einstimmig beschlossen hat. Zuvor berichtete Kämmerer Jochen Leinberger über die allgemeine wirtschaftliche Lage und ihre Auswirkung auf die Gemeindefinanzen. Den Beschluss über den letzten kameralen Haushalt bezeichnete er als historisches Ereignis. Ab 2020 wird der Haushalt doppisch nach den neuen Vorgaben zum kommunalen Haushaltsrecht aufgestellt. Nach einem Rückblick auf 2018 mit seinen Investitionsschwerpunkten "Neubau Bauhof" und "Regenrückhaltung Zeller Weg" und einem Schuldenstand zum Jahresende von 4.400.000 Euro welcher einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1.190 Euro entspricht, zeigte er auch für 2019 eine positive Entwicklung auf. Rund 500.000 Euro mehr an Zuweisungen und Steuern sollen trotz gesunkener Einwohnerzahlen die Gemeindekasse zum klingeln bringen. Bei wieder gestiegenen Personalkosten ist dennoch eine Zuführung von 535.000 Euro aus dem laufenden Verwaltungsbetrieb zum Vermögenshaushalt für Investitionen geplant. Ein "dünnes Polster" sorgt dafür, dass 2019 erneut keine neuen Schulden zur Finanzierung des Haushalts erforderlich werden. Im Vermögenshaushalt sind umfangreiche Maßnahmen geplant. Trotzdem können nicht alle Wünsche erfüllt werden. Die Sanierung der Schwarzbachhalle in Helmstadt stellt dabei den größten Brocken dar. Die Gemeinde ist nach Einschätzung Leinbergers bei größeren Projekten weiterhin auf Hilfen und Zuschüsse angewiesen. Positiv stellt sich für ihn auch die Entwicklung im Baugebiet Mühlenaue dar. Die erfreulich hohe Nachfrage nach Bauplätzen zeigt den Trend auf, dass auf dem Treuhandkonto für die Erschließung des Gebiets final kein Defizit entsteht, das die Gemeinde ausgleichen müsste. Trotz der insgesamt positiven Lage sieht der Kämmerer kaum Spielraum für zusätzliche Maßnahmen. Zum Jahresende rechnet er nur noch mit der gesetzlich erforderlichen Rücklage auf den Konten der Gemeinde. Gemeinderat Klaus Vierling bedauerte ebenfalls, dass trotz des eigentlich guten Haushalts viele Wünsche offen bleiben. Er sieht hier zu wenig "Förderung von oben" durch Bund und Land für finanzschwache Gemeinden. Viel Diskussion und Arbeit war erforderlich um das Zahlenwerk für 2019 zu erreichen, resümierte Gemeinderat Werner Ullrich. Er freut sich darüber, dass die Sanierung der Schwarzbachhalle möglich ist und trotzdem Maßnahmen in allen Ortsteilen realisiert werden können. Die Gemeinde profitiert hier auch vom geringen Zinsniveau, das sich auf die Ausgabenseite auswirkt. Die Entnahme von 560.000 Euro aus der Rücklage und von 1,5 Millionen im Jahr 2013 auf über 2 Millionen Euro gestiegene Personalkosten im Jahr 2019 dämpften allerdings seine Freude. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Gemeinde auch noch in den nächsten Jahren von sprudelnden Steuerquellen und Zuwendungen vom Land profitiert.
Gut aufgestellt zeigt sich die Verwaltung zur Gemeinderatswahl im Mai. In der jüngsten Sitzung des Gremiums wurden von Bürgermeister Wolfgang Jürriens die Mitglieder des Wahlausschusses vorgestellt. Danach ist der Vorsitzender Georg Schieck und dessen Stellvertreterin Monika Banspach. Beisitzer sind Walter Zota, Willi Schuster und Barbara Kühne. Stellvertretende Beisitzer sind Erwin Winterbauer, Otto Huber und Wolfgang Schulze. Einstimmig bestätigte der Rat den Veraltungsvorschlag. In der gleichen Sitzung begrüßten die Gremiumsmitglieder die zahlreichen Spenden, welche die Gemeinde im zurückliegenden Jahr erhalten hat. Insgesamt wurden 8.075,70 Euro für die verschiedensten Aufgaben und Einrichtungen gespendet. Diskutiert wurde, warum Spenden an Dritte nicht in der Aufstellung enthalten seien. Hier informierte die Verwaltungsspitze darüber, dass diese Gelder meist direkt an die Sozialen oder kulturellen Einrichtungen gehen und die Spendenbescheinigungen von dort ausgestellt werden. Dennoch vermisste Gemeinderat Kurt Heger eine Sachspende des Wirtschaftsforums im Umfang von rund 6.000 Euro auf der Liste der Gemeinde. In der Fragerunde wurde Gemeinderätin Doris Heilig vom Bürgermeister bestätigt, dass auch die Grundschule Bargen im Schulausschuss vertreten sein wird. Die erforderlichen Formalien sind noch zu erledigen. Ebenso sagte Wolfgang Jürriens dem Bargener Ortsvorsteher Manfred Hönig zu, das Material zur Instandhaltung des Verbindungswegs zwischen dem Ende der Friedhofsstraße und dem Zangelweg zur Verfügung zu stellen. Anwohner haben sich bereit erklärt, bei der Instandsetzung mitzuwirken, informierte Hönig. Um zu vermeiden, dass der neue Staudamm in der Helmstadter Helde durch Äste und Stämme in seiner Funktion beeinträchtigt wird, bat Gemeinderat Werner Ullrich darum, dass die Gemeinde die losen Pflanzenteile entlang des Schwarzbachs zwischen dem Staudamm und der Gemarkungsgrenze in Richtung Aglasterhausen entfernt. Der Gemeindebauhof wird sich darum kümmern, bestätigte das Gemeindeoberhaupt. Gemeinderat Klaus Vierling monierte zahlreiche Risse in den Straßenbereichen, in denen die Gemeinde zurückliegend mit Dünnschichtasphalt Teilstrecken saniert hat. Diese Risse sollten mit Teer verfüllt werden.

 

"Hexentaufe" bei den "Bargemer Krappen" am 12.01.2019

Auch wenn es der Wettergott nicht gut meinte, strömten doch zahlreiche Fans der "Bargemer Krappen" am vergangenen Samstag zur diesjährigen Hexentaufe an den Dorfbrunnen in der Ortsmitte. Dort begrüßte sie Zunftmeister Daniel Heilig mit dem schon obligatorischen "Bargemer Krapp, Krapp, Krapp", lauter Musik und Hochprozentigem für die Erwachsenen und Limo für die jüngeren Gäste. Diesmal trat Jonas Keitel an, um vom Novizen zur "Hexe" zu werden. Wieder zeigten sich die Aktiven des Vereins bei den Aufgaben zur "Aufnahmeprüfung" erfinderisch. So musste der Aspirant mit verbundenen Augen durch heben von "Hexen" herausfinden, mit welchem Zunftgenossen oder welcher Zunftgenossin er es zu tun hat. Selbstverständlich wurden dann aber auch Fans mit in die Reihe gestellt, damit "zur Strafe" für die nicht erfüllte Aufgabe, genügend Flachmänner von Jonas Keitel geleert werden mussten. Bei der nächsten Aufgabe musste er seine künstlerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und zu Stichworten ein Bild zeichnen, das von einer "neutralen Juri" erkannt werden musste. Auch hier schaffte es Keitel zu überzeugen. Als "Mutprobe" stellte sich dann der vom "Hexenrat" zusammengebraute Trank heraus, den Jonas Keitel aber "ohne mit der Wimper zu zucken" leerte. Nach der obligatorischen "Taufe" am Dorfbrunnen fand die Zeremonie mit der erfolgreichen Aufnahme in den Hexenkreis, durch die Jens Wieland co-moderiert hatte, ihr Ende. Die Zubereitung eines "Begrüßungstranks" für die nächste Novizin war dann seine erste Amtshandlung als "Bargemer Krapp". Dies bereitete ihm sichtlich Freude, nachdem es sich dabei um seine Schwester Jana handelte. Auch sie löste ihre Aufgabe bravourös und wird in den kommenden Monaten die "Hexenschule" mit der "Schnabeltasse" absolvieren. Die Hexen Ann-Kathrin Raber, Jens Wieland und Angelika Stettner erhielten nun nach einem Jahr der Bewährung ihre eigenen Masken und wurden so offiziell zu Hästrägern. Zuvor leisteten sie gemeinsam in Reimen ihren Hexenschwur. Zunftmeister Daniel Heilig verpflichtete sie mit dem Hinweis, dass durch das Wirken der Hexen niemand zu Schaden kommen darf. Bei aller Ausgelassenheit geht die Sicherheit immer vor. Das abschließende Abstauben der ausgelegten Masken leistete in diesem Jahr "die Hexe" Daniel Strauß.

 

 

 

Neujahrsempfang der Gemeinde

Beim Neujahrsempfang der Gemeinde am 11.01.2019 hielt Bürgermeister Wolfgang Jürriens eine Rückblick auf das vergangene Jahr. Ehrenamtlich Engagierte und Sportler aus der Gemeinde wurden für ihren Einsatz geehrt.

 

 

Aus der Gemeinderatsssitzung vom 17.12.2018

Die Kommunalwahlen im kommenden Mai werfen ihre Schatten bereits jetzt schon voraus. Am 26. Mai wird wieder zur Urne gerufen, um Ortschaftsrats-, Gemeinderats-, Kreistags- und Europaparlamentarier zu wählen. Um die Chancengleichheit zu wahren und die Neutralität der Gemeinde während der Vorwahlzeit zu gewährleisten, schlug Bürgermeister Wolfgang Jürriens am vergangenen Montag dem Gemeinderat eine Änderung der Redaktionsstatuten für das Nachrichtenblatt vor. Es handelt sich dabei um eine einheitliche Vorgehensweise im Gemeindeverwaltungsverband, informierte er das Gremium. Der Vorschlag würde die bisher geltende Frist von zwei Wochen vor der Wahl auf acht Wochen vor der Wahl für Veröffentlichungen der Gemeinderatsfraktionen im Nachrichtenblatt verlängern. In dieser Zeit könnten dann keine "Stellungnahmen von Fraktionen des Gemeinderats zu Angelegenheiten der Gemeinde" veröffentlicht werden, führte das Gemeindeoberhaupt aus. Eine Rückfrage beim Kommunalrechtsamt ergab, dass man auch dort die zweiwöchige Frist als zu gering ansieht. Das Innenministerium hält gar drei Monate für erforderlich, ergänzte Jürriens. Allerdings obliegt die Entscheidung grundsätzlich dem Gemeinderat und eine belastbare Rechtsprechung zu dem Thema sei noch nicht vorhanden. Gemeinderat Johannes Roß sah aufgrund der "laxen" Aussage der Aufsichtsbehörde keinen Handlungsbedarf für eine Änderung der Statuten und der Verlängerung der Frist. Die Einschränkung in dieser Zeit darüber Kandidaten und Ziele vorzustellen sei eher von Nachteil für die Wählerinnen und Wähler. Sebastian Stadler wollte wissen, ob die Formulierung "Fraktionen des Gemeinderats" allgemein mit den zur Wahl stehenden Parteien gleichzusetzen sei. Für Werner Ullrich spielte die Fristdauer keine größere Rolle, da er davon ausgeht, dass sich die Wahlberechtigten eher über die Plakate und Flyer der Parteien und Wählervereinigungen informieren. Bei fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung votierte der Gemeinderat für die acht Wochen-Frist, in der die beiden im Gemeinderat vertretenen Fraktionen keine Veröffentlichungen unter der Rubrik "aus den Gemeinderatsfraktionen" schalten dürfen.

Groß war die Skepsis, als vor knapp 10 Jahren das Neubaugebiet "Ob dem hohen Graben" in Bargen in die Vermarktung ging. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats bestätigte Kämmerer Jochen Leinberger, dass die Gemeinde dort inzwischen alle ihre Bauplätze veräußert hat. Auch im Baugebiet "Wohnen in der Mühlenaue" in Helmstadt entstehen bereits die ersten Häuser. In den Jahrzehnten davor wurden immer wieder neue Gebiete auf der Gesamtgemarkung zur Erschließung vorgeschlagen, die dann aber nicht zum Zuge kamen. Die jüngsten Flächen, die nicht realisiert wurden waren der Bereich "Krautgärten" an der Asbacher Straße und der Bereich "Vier Morgen" in Helmstadt sowie das Gebiet "Asseläcker" in Bargen für das bereits in den neunziger Jahren ein fast fertiger Bebauungsplan vorlag. Nun schlug Bürgermeister Wolfgang Jürriens dem Gemeinderat eine Potentialabschätzung zu Baulandflächen auf den Gemarkungen der Gesamtgemeinde vor, um aus der Sicht eines qualifizierten Dritten mögliche künftige Erweiterungsflächen auszuloten. Damit verbunden soll eine Analyse aufzeigen, welche Vermarktungschancen bestehen. Die Zahl der Einwohner ist nicht unwesentlich für die Leistungsfähigkeit einer Kommune. Über den Finanzausgleich erhalten die Gemeinden pro Einwohner Gelder und die Auslastung der öffentlichen Einrichtungen ist umso leichter zu gestalten, je mehr Einwohner aller Altersklassen im Ort wohnen. Gemeinderat Klaus Vierling monierte, dass die Gemeinde in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Planungen für viel Geld und meist für die Schublade in Auftrag gegeben hat. Er führte an, dass in Flinsbach drei Gebiete in der Diskussion waren, in Helmstadt der Bereich "Vier Morgen" nach dem Umbau der B292 wieder auf den Tisch kommen könnte und in Bargen mit dem Gebiet "Asseläcker" ein schon weitgehend geplantes Gebiet vorliegt. Insoweit sah er keinen Bedarf für weitere kostspielige Planungsprojekte. Von hohen Kosten müsse die Gemeinde nicht ausgehen, hielt Bürgermeister Jürriens dagegen. Aber eine Untersuchung durch ein Unternehmen, das "nicht unsere Brille auf hat" könnte neue Erkenntnisse bringen und eine gute Ausgangslage für weitere Entwicklungen sein, führte er aus. Bei zwei Gegenstimmen votierte der Gemeinderat für eine Potentialanalyse zu möglichem Bauland in Helmstadt-Bargen.

Einmal mehr wurde die Parksituation auf den Straßen der Gemeinde in der Fragerunde der jüngsten Gemeinderatssitzung angesprochen. Erfragt wurde, ob es bereits einen eigenen Vollzugsdienst für die Überwachung gibt. Bürgermeister Jürriens bestätigte, dass sich die Gemeinde mit dem Thema beschäftigt aber nach einer Lösung zusammen mit dem Gemeindeverwaltungsverband sucht. Weiter wurde der Behindertenparkplatz an der Grafeneckschule angesprochen. Er sei nicht größer ausgelegt als ein üblicher Parkplatz. Eine entsprechende Prüfung sagte Bürgermeister Jürriens zu. Bereits vor einiger Zeit wurde ein Schild in Auftrag gegeben, über das die Gemeinde für die Teilnahme am ELR-Programm in Flinsbach werben will. Daran erinnerte Gemeinderat Klaus Vierling und wollte wissen, wann das Schild geliefert und aufgestellt wird. Gemeinderat Manfred Hönig wies auf einen Reparaturbedarf an der Tür der Bargener Aussegnungshalle hin und informierte darüber, dass größere Mengen Toastbrot auf dem Friedhof entsorgt wurden. Über den Stand einer Baueinstellung wollte Gemeinderat Johannes Roß informiert werden. Haupt- und Bauamtsleiterin Nathalie Martinek bestätigte, dass das Baurechtsamt beim Landratsamt bereits tätig war und ein Befreiungsantrag gestellt wurde. Die Gemeinde soll auf die Linienbusunternehmen Einfluss nehmen, damit die Busfahrer eine der jeweiligen Witterung angepasste Geschwindigkeit durch den Ort nehmen. Darum bat Gemeinderat Sebastian Stadler. Durch hohe Geschwindigkeit hat am vergangenen Wochenende ein Linienbus durch hochgeschleuderten Schneematsch eine Hausfassade extrem verschmutzt. Über die aktuelle Auslastung der drei Kindergärten informierte zum Schluss der Sitzung Bürgermeister Wolfgang Jürriens. Zum Stichtag 01. Dezember war die Kleinkindgruppe in Helmstadt voll belegt, die VÖ-Gruppe (verlängerte Öffnungszeiten) voll belegt, in den beiden altersgemischten Gruppen waren noch 3 Plätze frei. Im kommunalen Kindergarten Flinsbach steht in der Kleinkindgruppe noch ein Platz zur Verfügung und in der VÖ-Gruppe 4 Plätze. In der Kleinkindgruppe in Bargen waren 8 der 10 Plätze belegt, in der VÖ-Gruppe 7 Plätze und in der Ganztagsgruppe 10 Plätze frei.

 

Weihnachtsmarkt am 01.12.2018 im Hof des Evangelischen Pfarrhauses in Bargen

Wie immer war der Weihnachtsmarkt der Evangelischen Kirchengemeinde in Bargen ein Publikumsmagnet. Bei angenehmen Temperaturen war alles für Leib und Seele geboten. Auch musikalisch kamen die Gäste nicht zu kurz. Der Posaunenchor spielte zur Unterhaltung.

 

Aus der Gemeinderatssitzung vom 12.11.2018

Nur ein Tagesordnungspunkt stand neben den üblichen Fragerunden und den Bekanntgaben auf der Agenda der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Zapf Liegenschaften wollen auf dem ehemaligen MWH-Gelände in Helmstadt eine zweistöckige überdachte Kommissionierungszone mit Verladerampe und Aufzug errichten sowie eine neue Zufahrt schaffen. Bereits in der Oktobersitzung war dieses Baugesuch Thema und wurde vom Rat vertagt. So war es auch keine Überraschung, dass Bürgermeister Wolfgang Jürriens, den eigens erschienenen Geschäftsführer Hans-Jürgen Zapf bat, die Fragen des Gemeinderats direkt zu beantworten. Die geplante neue Zufahrt soll zwischen 20 und 30 Meter in Richtung Ortsausgang geschaffen werden, beantwortete Zapf die Frage von Gemeinderat Ralf Rüdinger. Damit soll die Funktionalität und die Verkehrssicherheit verbessert werden, unterstrich der Unternehmer. Auch die Firma hat ein großes Interesse an genügend Stellplätzen für die Beschäftigten des Areals, gab er Gemeinderat Werner Ullrich auf eine entsprechende Nachfrage Antwort. Insgesamt gehen die Firmen auf 300 Beschäftigte zu, Tendenz steigend. Derzeit sind noch bis zu 150 Stellplätze frei, die auch bei weiterer Steigerung der Beschäftigung ausreichen sollten, informierte der Unternehmer das Gremium. Ob das Tor drei weiter benutzt wird, wollte Gemeinderat Manfred Hönig wissen. Auch dies wurde bestätigt und darauf hingewiesen, dass LKW durch den zu schaffenden überdachten Bereich fahren können. Es entsteht also keine Sackgasse, die möglicherweise zu Rangiermanövern von LKWs führen würde. Mit der Verkehrslenkung via GPS hat sich die Firma bisher noch nicht beschäftigt, räumte Zapf auf Nachfrage von Werner Ullrich ein. Einstimmig votierte der Gemeinderat für den Bauantrag. In der Fragerunde wurde auf die Parksituation in der Helmstadter Meerweinstraße hingewiesen und Schäden am Zeller Weg nach den Bauarbeiten an dem dortigen Hochwasserrückhaltebecken beklagt. Steffen Emmerich, Vorsitzender des MGV Eintracht Bargen, bedankte sich bei Bürgermeister, Verwaltung und den Gremien für die Zustimmung zum Mietvertrag, der in der letzten Sitzung des Gemeinderats im Oktober behandelt wurde, wie Bürgermeister Wolfgang Jürriens zuvor berichtete. Auch im Namen der anderen Vereine, die künftig das ehemalige Volksbankgebäude in Bargen nutzen werden, brachte er diesen Dank zum Ausdruck.
Einen ganzen Strauß an Fragen brachte der Flinsbacher Ortsvorsteher Klaus Vierling vor. Zum Fortschritt der Arbeiten an der Fassade der Flinsbacher Mehrzweckhalle antwortete der Bürgermeister, dass sich die Verwaltung auch gewünscht habe, dass die Maßnahme schneller erledigt wird. Derzeit ist die Firma noch auf einer anderen Baustelle im Einsatz. Für den Verbindungsweg zwischen Flinsbach und Helmstadt holt die Verwaltung noch Angebote ein, damit die erforderliche Summe im Haushalt eingeplant werden kann. Die Außenanlage für den Flinsbacher Kindergarten kann wohl kleiner als gedacht ausgeführt werden. Für ein Angebot wird derzeit die Planung der Maßnahme erstellt. Kämmerer Jochen Leinberger informierte darüber, dass man bei der jüngsten Ausschreibung eine Erzieherin gewinnen konnte, die zum ersten Januar ihren Dienst im Kindergarten Flinsbach antritt. Anfang Dezember finden noch Vorstellungsgespräche für die Besetzung mit einer Anerkennungspraktikantin der Stelle in derselben Einrichtung, statt. Ein Hinweisschild für Häuser in einer Seitengasse kann die Gemeinde aufstellen, um für Zusteller und Besucher auf die Gebäude hinzuweisen, beantwortete Jürriens die abschließende Frage von Klaus Vierling. Werner Ullrich regte an die Hausnummerierung in Einzelfällen zu überprüfen. So könnte zum Beispiel das ehemalige "Wolfgelände" je nach dort ansässiger Firma von der Bahnhofstraße als auch der Talstraße angefahren werden. Eine verbesserte Verkehrssteuerung über Hausnummern würde hier Entlastung bringen können. Abschließend gab Bürgermeister Wolfgang Jürriens bekannt, dass die beiden Hochwasserrückhaltebecken "Zeller Weg" und "Heldewiesen" am 24. November eingeweiht werden.

 

Von der Feuerwehr am 19.10.2018

Gleich drei Spitzenämter gibt es bei der Freiwilligen Feuerwehr Helmstadt-Bargen im kommenden Jahr neu zu besetzen. In seinen Ausführungen informierte Gesamtkommandant Reinhold Arndt die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung, dass er im nächsten Jahr aus Altersgründen und wegen seiner angeschlagenen Gesundheit nicht mehr zur Wahl steht. Seit 1980 hat er in verschiedenen Ämtern gewirkt und dies auch gerne gemacht. Thomas Jäger, Kommandant der Abteilungswehr Flinsbach, will es ihm gleichtun und nach 15 Jahren ebenfalls nicht mehr für das Führungsamt kandidieren. Er habe viel Kraft in das Ehrenamt gesteckt, die er so jetzt dafür nicht mehr hat, resümierte Jäger. Neuwahlen gibt es auch in der Abteilung Bargen.
Reinhold Arndt freute sich, dass von 115 Aktiven der Gesamtwehr zwischen 18 und 65 Jahren, 66 zur Hauptversammlung gekommen waren. 203 Mitglieder zählt die Gesamtwehr insgesamt. In 59 Einsätzen, davon 27 mit der Gesamtwehr wurde die Leistungsfähigkeit der Truppe einmal mehr unter Beweis gestellt. Allein 14 Mal rückte die Gesamtwehr wegen Unwettern aus. Nicht alltäglich sei auch, dass wochentags zwischen 7 und 18 Uhr durchschnittlich 25 Kameradinnen und Kameraden an Einsätzen teilnahmen. Einzeln führte er Details der Einsätze aus und spannte dabei den Bogen vom Scheunenbrand bis zum Hochwasser. Besonders hob er den Unfall eines US-Armeefahrzeugs mit ausgelaufenem Kerosin an der B292 hervor. Aber auch die zunehmende Anzahl an Fehlalarmen, durch Brandmelder beschäftigten die Floriansjünger und verursachten Aufwand. Sein besonderer Dank galt allen Aktiven für ihr ehrenamtliches Engagement. Darin schloss er besonders Diakon Roland Walter mit ein, der als Feuerwehrseelsorger 13 Einsätze vom Unfall bis zum Suizid zu betreuen hatte. Der Helmstadter Abteilungskommandant Andreas Scholl informierte die Versammlung über 35 aktive Frauen und Männer in Uniform zwischen 18 und 65 Jahren. Mit darunter 18 Atemschutzgeräteträgern ist man für die meisten Eventualitäten gut aufgestellt. Mit der Übernahme des MTW vom DRK ist auch die Mobilität wieder garantiert. Im Januar 2018 wurde ein Förderverein gegründet und mit 13 Aus- und Fortbildungen wurde eine wahre Bildungsoffensive gemeistert. Die Jugend ist überregional vertreten. Mit der Kidsgruppe ist man auf einem guten Weg. Mit drei Zugführern, drei Gruppenführern und 11 Maschinisten ist die Flinsbacher Abteilungswehr ebenfalls gut für ihre Aufgaben gerüstet, informierte Abteilungskommandant Thomas Jäger. 13 der Aktiven sind zum Atemschutzgeräteträger ausgebildet. In seinen Ausführungen machte Jäger keinen Hehl aus seinem Frust als Führungskraft der Feuerwehr. Die Motivation der vergangenen Jahre habe nachgelassen, ja teilweise sieht er sich "verheizt" und mit einem schweren Stand bei der Vertretung der Interessen der Wehr. Auch die Gänge zur Verwaltung haben ihm so manches Mal "den Mut genommen", resümierte der Abteilungskommandant. Aber auch positive Seiten hob er hervor. So wurde in der Zusammenarbeit der Abteilungswehren vom Gesamtkommandant "vieles vereinfacht" und verbessert. Auch die Feuerwehrjugend macht mehr zusammen, wobei er dabei noch Entwicklungspotential sieht. Insgesamt wurde in den letzten Jahren nach seiner Einschätzung viel geschultert. Von 55 Mitgliedern, davon 32 in der aktiven Mannschaft, konnte Thomas Hönig als Kommandant der Bargener Abteilungswehr berichten. Neben den Einsätzen kam auch der gesellige Teil nicht zu kurz. Die Arbeit mit den 16 Mitgliedern der Jugendwehr stellte er als gute Investition in die Zukunft vor. In Reimen Informierte Vorsitzende Jessica Müller über die 47 Auftritte und Übungseinheiten der 23 Musikerinnen und Musiker der Feuerwehrkapelle. Beim Landeswertungsspiel freute man sich über Silber. Bürgermeister Wolfgang Jürriens sprach der Gesamtwehr den Dank und die Wünsche von Verwaltung, Mandatsträgern aber auch der gesamten Bevölkerung aus. Mit ihrer Arbeit leisten die Frauen und Männer aller Abteilungen einen zentralen und unverzichtbaren Beitrag zum Schutz in der Gemeinde, attestierte das Gemeindeoberhaupt der Wehr. Mit einem neuen HLF 10 in 2019 und der weitgehenden Digitalisierung des Funks wird eine große Schutzlücke geschlossen, stellte Jürriens weiter fest. Den Floriansjüngern wünschte er erfolgreiche und gefahrlose Einsätze. Die neue Einsatzhose THL stellte der stellvertretende Bargener Kommandant Jochen Banspach  vor.

Zahlreiche Ehrungen wurden bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Helmstadt-Bargen vorgenommen. Gesamtkommandant Reinhold Arndt, der Stellvertretende Kreisbrandmeister Kurt Lenz, Tobias Kutning vom Kreisfeuerwehrverband, Bereichsleiter der Jugendfeuerwehr Stefan Glasl und Bürgermeister Wolfgang Jürriens hoben die besonderen Leistungen und Verdienste der Geehrten hervor. Gleichzeitig konnte die Wehr auch Beförderungen vornehmen. Kurt Lenz bestätigte dem Gemeindeoberhaupt, dass er sich auf "seine Truppe" verlassen kann. Die wichtige Tagesverfügbarkeit ist in der Gesamtgemeinde noch gut gegeben. Seine Glückwünsche sprach er Roland Walter für dessen Leistung und die damit verbundene Ehrung als Feuerwehrseelsorger aus. Sein besonderer Dank galt Gesamtkommandant Reinhold Arndt für dessen Engagement um die Feuerwehr nicht nur in Helmstadt-Bargen. Sein Wort hat im Kreis Gewicht, bestätigte er dem Floriansjünger aus Bargen. Mit seinem Wirken hat er die Feuerwehr nach vorne gebracht. Tobias Kutning ging in seinen Ausführungen auf Zuschussmöglichkeiten für die Wehren ein. Ebenso stellte er Seminar- und Fortbildungsangebote vor. Für die Jugendarbeit mit über 60 Mädchen und Jungen sprach Stefan Glasl Lob und Anerkennung an die Betreuerinnen und Betreuer aus. Für Ihre Verdienste in der Jugendarbeit dankte er Heike Spiegel, Philipp Schmitt und Stefan Tafferner mit der silbernen Ehrennadel Baden-Würtemberg. Für 15 Jahre im aktiven Dienst der Wehr wurden Roland Walter, Andreas Dinkel, Dieter Villimek, Klaus Retzlaff, Andreas Nötzel, Daniel König, Partick Kirsch, Hanife Efe, Jochen Banspach, Manuel Dinkel, Markus Steiner, Sebastian Stadler, Philipp Schmitt, Andreas Kiss, Jacob Lider, Stefan Tafferner, Christian Sturm, Dominik Schmitt, Felix Schmitt, Andreas Fischer, Heiko Banspach, Marcel Arndt, Martin Arndt, Christopher Streck und Heike Spiegel geehrt. Für 40 Jahre wurden Karlheinz Vierling und Edgar Rath bedacht. Mit der goldenen Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes wurde Günter Jäger, Reinhold Arndt, Günter Friedrich, Thomas Hönig, Peter Nötzel, Gustav Streck und ausgezeichnet. Thomas Jäger, Martin Arndt, Jochen Banspach, Göksad Efe, Patrick Kirsch, Rolf Mastmeyer, Andreas Nötzel, Klaus Retzlaff, Dieter Villimek und Bernhard Zuber erhielten die Ehrennadel in Silber und Alexander Geyer, Maurice Protze, Lukas Rösel, Raphael Arndt, Daniel Horwath, Daniel König, Manuel Nötzel, Tim Schneider, Christopher Streck und Steffen Vierling die Ehrennadel in Bronze.



Bild: v.l. Reinhold Arndt, Kurt Lenz, Tobias Kutning, Karlheinz Vierling, Gustav Streck, Peter Nötzel, Wolfgang Jürriens, Thomas Hönig

alle anwesenden Geehrten der Freiwilligen Freuerwehr Helmstadt-Bargen (Helmstadt, Flinsbach, Bargen)

 

Aus der Ortschaftsratssitzung vom 15.10.2018

Die Anmeldung von Geldern für den kommenden Haushalt stand im Mittelpunkt der Ortschaftsratssitzung am vergangenen Montag in Bargen. Für die Unterhaltung des alten Rathauses, welches neben Wohnungen für Asylantragsteller in der Anschlussunterbringung auch das Dorfmuseum und noch den Probenraum des MGV beherbergt, meldete der Rat 5.000 Euro für das Unterhaltungsbudget an. Weitere 6.000 Euro will der Rat für die Unterhaltung des Feuerwehrgerätehauses, wo die Sanierung der Dachgaube und der Ortgänge ansteht und 7.000 Euro für die Kleidung der Bargener Abteilungswehr. 20.000 Euro möchte das Gremium 2019 in die Unterhaltung der Grundschule stecken und 1.000 für die Unterhaltung der Kinderspielplätze ausgeben. Für die Unterhaltung des Kindergartengebäudes sollen 10.000 Euro und die Unterhaltung der Mehrzweckhalle 20.000 Euro zur Verfügung stehen. Die Unterhaltung der Sportplätze soll mit 4.000 Euro gefördert werden. 6.000 Euro sollen für die Gartenanlagen und 5.000 Euro für die Ortsstraßen bereitgestellt werden. Weitere 6.000 Euro will der Rat für die Unterhaltung des Friedhofes und 5.000 Euro für die Feldwege haben. In den Vermögenshaushalt sollen Mittel für die Sanierung der Schulstraße, den Verbindungsweg nach Wollenberg, den Verbindungsweg zum Ingelheimer Hof, den Weg zu den Aussiedlerhöfen im Ingelheimer Hof, das Rathausdach und die Brücke über die Gaulbach eingestellt werden. Insbesondere die Feldwege wurden in der letzten Zeit offenbar von Fahrzeugen, die Erde transportierten "zusammengefahren" stellte Ortsvorsteher Manfred Hönig fest. Auch über die Wollenbachbrücke wurde mit zu schwerem Gerät gefahren, so dass auch diese Brücke in Mitleidenschaft gezogen wurde.
In der Fragerunde wurde die Buxhecke im Friedhof angesprochen. Seit Monaten sind die Pflanzen abgestorben und sollten abgeschnitten und entsorgt werden. Weiter wurden Senkungen im Friedhof moniert, die dringend aufgefüllt werden sollten. Ebenso wurde angeregt die Hecke zwischen Leichenhalle und Friedhofmauer herzunterzuschneiden. Dass die Hinweisschilder zu den Bargener Einrichtungen (Mehrzweckhalle, Friedhof) seit Jahren nicht mehr lesbar sind, wurde erneut vorgebracht. Bestätigt wurden die enormen Schäden an Wegen durch Erdtransporte die in den letzten Wochen und Monaten stattgefunden haben. Der Verbindungs- und Radweg zwischen Bargen und Wollenberg sei deshalb von Radfahrern nicht mehr gefahrlos passierbar, wurde vorgetragen. Weiter wurde hinterfragt, warum das ehemalige Volksbankgebäude noch nicht an die interessierten Vereine vermietet wurde. In der Fragerunde des Rates wies Ortschaftsrätin Doris Heilig auf die abgestorbenen Buxhecken am Kleinspielplatz "In der Ebene" hin. Sie sollten entfernt werden. Ebenso wies sie darauf hin, dass an mehreren Grundstücken Hecken zu hoch und zu weit in den Gehweg- und Straßenraum wuchern. Ortsvorsteher Manfred Hönig informierte darüber, dass die ehrenamtliche Pflege am Kreuz, Ecke Kälbertshäuser Straße und Schulstraße altersbedingt von der bisherigen Betreuerin nicht mehr geleistet werden kann. Ebenso informierte er darüber, dass der Ehrenpreis für die Aktion "unser Dorf hat Zukunft" am 27.Oktober in Ludwigsburg überreicht wird. Ortschaftsrätin Julia Link wies darauf hin, dass in letzter Zeit ein Quad-Fahrer im Wald und auf Wiesen offenbar Offroadfahrten unternimmt. Hier wird vermutet, dass dies ohne Einverständnis der Grundstückseigentümer geschieht. Auf die weiter fehlenden Einzeichnungen der Parkplätze am Kindergarten und an der Grundschule wies Julia Link ebenso hin wie auf Beeinträchtigungen, die durch die unterlassene Pflege eines Grundstückes an der Panoramastraße neben dem Bolzplatz entstehen.